Die Handlung führt den Leser des Buches ins Jahr 1635. Im damaligen Neufrankreich, dem heutigen Ostkanada, will der Jesuitenpater Paul Laforgue von Quebec in Richtung der Huronen Siedlung bzw. der Jesuiten Mission Ihonatiria aufbrechen. Von dort kam mit Pelzhändlern die Nachricht nach Quebec, dass die Patres in Ihonatiria erkrankt sind und dringend Hilfe benötigen.

Champlain, der Gouverneur und Gründer von Neufrankreich, gewinnt eine Gruppe Indianer vom Stamm der Algonkin. Sie sollen Paul Laforgue an den Lake Nipissing über den St Lawrence, Ottawa und Mattawa River zur Siedlung der Huronen sicher geleiten. Im Herbst bricht die Gruppe mit mehreren Birkenrindenkanus in Richtung Westen in die Wildnis auf. Auf der abenteuerlichen Reise kommt es zu dramatischen und traumatischen Ereignissen. Zweifel beginnen in Pater Laforgue über die Sinnhaftigkeit seiner Mission zu keimen.

Brian Moor hat die Handlung seines Buches u.a. auch an originalen Schauplätzen recherchiert und entsprechende Quellen dafür studiert. Beeindruckend sind seine Schilderungen der krassen Gegensätze der indianischen und europäischen Kulturen, die damals aufeinander gestoßen sind. Das Leben der „Wilden“ ist vom „Hier und Jetzt sowie von Sündhaftigkeit und Maßlosigkeit“ geprägt. Die Jesuiten predigten hingegen vom "Später", dem Leben nach dem Tod im Paradies, von Enthaltsamkeit. Das Buch zeigt auch, wie viele Europäer sich dem natürlichen und freien Lebensstil der Indianer zu gewendet haben.

Lesenswert!

erschienen bei
Diogenes Verlag AG Zürich, ISBN 3 257 21755 2

zurück